Spielplätze sollten nicht nur Spielspaß bieten, sie müssen vor allem sicher sein. Der TÜV Thüringen rät, gerade im Herbst die Sicherheit der Plätze zu überprüfen, denn die lange Spielplatz-Saison hinterlässt ihre Spuren an Rutschen, Schaukeln oder Klettertürmen. Im Herbst ist Zeit für eine Bestandsaufnahme, um die Plätze für die kommende Saison fit zu machen.

Ein Spielplatz muss den Anforderungen der europäischen Spielgeräte- und Spielplatznorm DIN EN 1176 entsprechen. Die erforderlichen Wartungsarbeiten und Inspektionen liegen in der Verantwortung des Betreibers und sind regelmäßig durchzuführen. Was auf dem ersten Blick intakt aussieht, muss nicht zwingend den sicherheitstechnischen Anforderungen für Spielplatzgeräte genügen. Witterungsbedingte Schädigungen oder nicht mehr ausreichende Fallschutzhöhen entstehen schleichend.

TÜV Thüringen-Sachverständiger Benjamin Sperlich achtet bei seinen Prüfungen neben der Standfestigkeit der Spielgeräte besonders auf das Einhalten der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Normen. „Vor allem scharfkantige Teile, abgesplittertes Holz oder zu große Öffnungen in Seilschlingen können zu schweren Verletzungen führen. Kinder können diese Gefahren kaum einschätzen“, so Sperlich.

Und nicht nur der technische Zustand der Spielgeräte macht einen sicheren Spielplatz aus, auch die Sauberkeit der Anlage und die Gewährleitung des sogenannten Drittschutzes. Zu den Verkehrssicherungspflichten des Betreibers zählt es daher auch, den Zustand von Wegen und Bänken zu überprüfen. Laut Spielplatz-Sachverständiger Benjamin Sperlich sollte immer auch auf den optische Gesamtbild eines Spielplatzes geachtet werden. Denn stark verschmutzte oder mit Unkraut überwucherte Spielplätze lassen in der Regel auf eine unzureichende Wartung und Kontrolle der Spielgeräte schließen.

Quelle: www.tuev-thueringen.de

Spielplatzpruefung

Bildquelle: © TÜV Thüringen e. V.