Der Fasching, wie es bei uns hier in der Gegen heißt, erreicht jetzt seinen Höhepunkt.
Wer jedoch hübsch kostümiert hinters Lenkrad steigt muss aufpassen.

Im Tatbestandskatalog für Straßenverkehrsordnungswidrigkeiten (www.kba.de / www.kba.de - Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog) regelt Tatbestand Nummer 123100, dass man bei einer Fahrt, trotz Sichtbehinderung mit einer Verwarnung von 10 Euro rechnen muss.

Wenn das Gehör durch Kostüm oder Geräte beeinträchtigt war, können 10 Euro fällig werden. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt ist. Sobald Sie im Straßenverkehr dadurch andere gefährden oder sogar einen Unfall verschulden, erhöhen sich die Bußgelder. Im schlimmsten Fall wird Ihnen Ihre Verkleidung als vorsätzliche Handlung ausgelegt. Versicherungen zahlen dann oft nicht in vollem Umfang.

Und selbst wenn alles gut geht, ist es trotzdem verboten, sein Gesicht hinter einer Maske bis zur Unkenntlichkeit zu verstecken. Autofahrer müssen z. B. auf dem Foto einer Radarkontrolle klar erkennbar sein. Als Ausrede sich nicht anzuschnallen, gilt ein Kostüm übrigens auch nicht. Wer gegen die Gurtpflicht verstößt und erwischt wird, erhält eine Verwarnung in Höhe von 30 Euro.

In allen 5 Jahreszeiten

Nicht nur von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch gilt im Straßenverkehr ein Alkoholverbot. Für Fahranfänger in der Probezeit liegt die Promillegrenze bei 0,0. Das gilt auch für alle Fahrer unter 21 Jahren. Wer hier auch nur ein alkoholisches Getränk zu sich nimmt, wird mit einem Punkt und einer Strafe von 250 Euro gemaßregelt.

Die Regel „Wer fährt trinkt nicht – und wer trinkt fährt nicht“ sollte für alle gelten. Im Tatbestandskatalog stehen für die Atemalkoholkonzentration 0,25 mg/l und für die Blutalkoholkonzentration 0,5 Promille als Grenzwerte. Hier droht neben einem saftigen Bußgeld von 500 Euro (bei Wiederholungstätern bis zu 1500 Euro) auch ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten. Dazu kommen noch zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Aber schon bei 0,3 Promille kann eine Strafe drohen, wenn man auffällig fährt!

Übrigens: Wer mit mehr als 1,1 Promille als Autofahrer unterwegs ist, dem wird der Führerschein entzogen. Um ihn zurückzubekommen muss man extra einen Antrag bei der Straßenverkehrsbehörde stellen.

Restalkohol – die unterschätzte Gefahr

Pro Stunde bauen sich nur ca. 0,1 Promille des Alkohols ab. Wer also weit in die Nacht hinein feiert, muss auch am nächsten Morgen auf das Auto verzichten.

Als Beifahrer mit in der Verantwortung

Wer sich zu einem betrunkenen Fahrer ins Auto setzt, hat im Falle eines Unfalls und einer Verletzung, geringere Ansprüche auf z. B. Schmerzensgeld. Auch hier unterstellen die Versicherungen, dass man sich selbst gefährdet und die Verletzungsfolgen damit mit verursacht hat.