Februar 2026
Aus der Branche
Foto (Header): © Energiesprong
Die nachfolgende Übersicht stellt nützliche Branchennews vor, die Hausmeistern dabei helfen, immer aktuell informiert zu sein.
Auszug aus:
DER HAUSMEISTER
Praxis – Technik – Sicherheit – Recht
Ausgabe Februar 2026
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INHALTE DES BEITRAGS
Jubiläumsmesse Gebäudetechnik 2026 in Nürnberg
Trendumkehr: Wohneigentum wird wieder erschwinglicher
Kosten für serielle Sanierungen sinken um ein Drittel
Verband verabschiedet Helmut Bucher in den Ruhestand
Neue Aufzugsnormen – TÜV SÜD unterstützt beim Übergang
Gefahrstoffdokumentation über kostenlose Datenbank
Foto: © ifh-Intherm
Jubiläumsmesse Gebäudetechnik 2026 in Nürnberg
Die IFH/Intherm feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen und lädt vom 14. bis 17.04. in Nürnberg die Sanitär, Haus- und Gebäudetechnikbranche zum wichtigsten Treffen des Jahres ein. 2026 blickt die Messe auf fünf Jahrzehnte Innovation, Netzwerken und technologische Entwicklung zurück. Gleichzeitig bietet sie der Branche eine Bühne für neue Impulse, Austausch und die Mitgestaltung der Zukunft. Auf der IFH kommen traditionell Fachhandwerk, Industrie und Marktpartner zusammen, um Neuheiten und Praxislösungen anzusehen sowie sich persönlich auszutauschen. Fünf zentrale Themen stehen 2026 im Fokus: Baddesign und Sanitärtechnik, Wärme- und Energiesysteme, Raumklima- und Lüftungssysteme, Haus- und Gebäudetechnik sowie Elektroinstallation und Energietechnik. Bereits im November waren rund 90 % der Messeflächen belegt, über 320 Aussteller haben ihre Teilnahme bestätigt.
www.ifh-intherm.de
Foto: © IVD
Trendumkehr: Wohneigentum wird wieder erschwinglicher
Der Immobilienverband Deutschland IVD stellt seinen aktuellen Wohn-Preisspiegel 2025/26 der Politik und Öffentlichkeit vor. Die bundesweite Auswertung zeigt: Wohneigentum wird für viele Haushalte wieder erschwinglicher, die Neuvertragsmieten ziehen weiter an und der Immobilienmarkt gewinnt nach einer Phase der Zurückhaltung wieder an Fahrt. Während Neubauten zuletzt leichte Preiszuwächse verzeichneten, blieben Einfamilien- und Reihenhäuser im Bestand weitgehend stabil. Unterdessen haben Neuvertragsmieten bundesweit zugelegt: Im Bestand kletterten sie um rund 3 bis 4 % auf 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter, im Neubau um 3,5 bis 4,5 % auf 12,60 bis 14,40 Euro. Verantwortlich dafür ist die anhaltend geringe Neubautätigkeit, die das Angebot verknappt. Weiterhin rückt die Energieeffizienz immer mehr in den Fokus. Sanierte Wohnungen verteuerten sich zuletzt spürbar, während unsanierte Altbauten oft nur mit deutlichen Preisabschlägen vermittelbar sind. „Der energetische Zustand ist inzwischen ein entscheidender Marktfilter.
https://cache.pressmailing.net/content/a8a56179-d882-4dda-9133-2663407db2a7/25_09_ivd_wohnpreisspiegel_96dpi.pdf
Foto: © Energiesprong
Kosten für serielle Sanierungen sinken um ein Drittel
Serielle Sanierungen sind seit der Umsetzung von mehreren Pilotprojekten wirtschaftlicher und planbarer geworden: Das zeigt eine aktuelle Evaluation des Kompetenzzentrums „Serielles Sanieren der dena – Deutsche Energie-Agentur“. Die Kosten sanken um rund ein Drittel, Baustellenzeiten halbierten sich von 14 auf durchschnittlich 7 Wochen. Die Daten wurden anonym von den Projektpartnern bereitgestellt. Sie stammen aus 14 fertiggestellten Projekten sowie einem weiteren, das kurz vor dem Abschluss stand. Es handelt sich um Ein- und Mehrfamilienhäuser unterschiedlicher Größe mit bis zu 198 Wohneinheiten. Bei 86 % der Gebäude wurde EH 55 realisiert, bei den verbleibenden 14 % EH 40. Die Ergebnisse machen auch deutlich, dass Projektgröße und Wiederholungseffekte entscheidend sind, um Kostensenkungen zu erreichen. Standardisierungen bei der Planung und bei Prozessen beschleunigen die Abläufe und lassen die Kosten zusätzlich sinken. Ergänzend dazu schafft der neue Energiesprong-Produktkatalog mehr Transparenz am Markt und bietet einen kompakten Überblick zu verschiedenen, modularen Lösungen. 15 Unternehmen präsentieren darin ihre standardisierten Systeme – von technischen Parametern wie U-Wert über Materialaufbau und Dicke bis hin zu Installationsbedingungen und Nachhaltigkeitsaspekten.
www.energiesprong.de
Foto: © FHB
Verband verabschiedet Helmut Bucher in den Ruhestand
Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze des Fortbildungswerks Haus- und Betriebstechnik (FHB) verabschiedete sich Geschäftsführer und Referent Helmut Bucher zum Jahresende 2025 in den wohlverdienten Ruhestand. Mit 81 Jahren zieht sich ein Gründungsmitglied zurück, das die Entwicklung des FHB von Beginn an maßgeblich prägte. Als Helmut Bucher das FHB 1992 gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Bundesverbands der Haus- und Betriebstechniker (BdHB) gründete, war praxisnahe Weiterbildung für Haus- und Betriebstechniker noch ein Randthema. Bucher erkannte früh den wachsenden Qualifizierungsbedarf im technischen Gebäudebetrieb. Mit seinem großen Erfahrungsschatz legte er den Grundstein für ein Fortbildungsangebot, das er unter den Leitsatz „Praktiker schulen Praktiker“ stellte. Diesem Anspruch folgend, führte er über viele Jahre hinweg selbst Seminare und Schulungen durch. Mit dem Rückzug von Helmut Bucher endet eine prägende Phase in der Geschichte des FHB. Sein Lebenswerk bleibt – in einem Fortbildungswerk, das bundesweit an vielen Standorten Seminare anbietet. Als Gesellschafter wird Helmut Bucher dem FHB weiterhin verbunden bleiben.
www.fortbildung-hb.de
Foto: © Doganmesut@stock-adobe.com
Neue Aufzugsnormen – TÜV SÜD unterstützt beim Übergang
Die Aufzugsbranche steht vor einem Umbruch. Die EN 81-20 und EN 81-50 werden durch die ISO 8100-1 und ISO 8100-2 abgelöst, die umfangreicher sind und detailliertere Anforderungen enthalten. Auch gültige Zertifikate nach den alten Normen müssen angepasst und neu ausgestellt werden. TÜV SÜD unterstützt Hersteller mit ReCert Easy bei einem möglichst reibungslosen Übergang. Mit den neuen Normen werden die Sicherheits- und Konstruktionsanforderungen für Personen- und Lastenaufzüge weltweit harmonisiert. Die ISO 8100-1 enthält Vorgaben für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen, während sich die ISO 8100-2 mit der Berechnung, Prüfung und Dokumentation von Aufzugskomponenten befasst. Beide Normen erscheinen auch in einer europäischen Fassung als EN ISO 8100-1 und EN ISO 8100-2, die inhaltlich identisch ist. Die Veröffentlichung ist für den 01.03.2026 geplant, in der Europäischen Union werden die Normen erst nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU etwa sechs Monate später gültig und harmonisiert. „Die neuen Normen sind nicht nur umfangreicher, sondern enthalten auch deutlich präzisere Anforderungen“, sagt Jonas Conrady, International Manager Certification in der Business Unit Lifts, Cranes and Conveyors von TÜV SÜD.
www.tuvsud.com/de-de/branchen/realestate/technische-gebaeudeausruestung-und-aufzuege/aufzuege-fahrtreppenfoerdertechnik/eu-baumusterpruefungaufzuege
Foto: © Generative AI@stock-adobe.com
Gefahrstoffdokumentation über kostenlose Datenbank
Arbeitgeber müssen dokumentieren, wann und wie lange Beschäftigte gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind. Diese Pflicht ist in der Gefahrstoffverordnung geregelt. Mithilfe der Zentralen Expositionsdatenbank (ZED) lassen sich die Einträge zentral erfassen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) stellt dafür eine Eingabehilfe zur Verfügung. Wenn Beschäftigte mit krebserzeugenden, keimzellmutagenen oder reproduktionstoxischen Gefahrstoffen arbeiten und die Gefährdungsbeurteilung eine mögliche Gesundheitsgefährdung ergibt, muss dieser Umgang dokumentiert werden. Das vom Arbeitgeber zu führende Verzeichnis enthält den betreffenden Gefahrstoff, Angaben zur Dauer und Höhe der Exposition und ist fünf Jahre für die reproduktionstoxischen sowie 40 Jahre lang für die krebserzeugenden und keimzellmutagenen Stoffe aufzubewahren. Beim Ausscheiden aus dem Unternehmen erhalten Beschäftigte zudem einen persönlichen Auszug. Tritt bei den Beschäftigten später eine Erkrankung auf, liefern die Daten des Expositionsverzeichnisses wichtige Informationen.
www.bgbau.de/zed
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