Herzlich Willkommen bei "Der Hausmeister"!

aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Der Hausmeister
Als Hausmeister haben Sie meist wenig Zeit, denn an allen Ecken wartet Arbeit auf Sie. Trotzdem müssen Sie bei Ihren Aufgaben aktuelle Vorschriften und neueste Entwicklungen beachten. Doch dafür fehlen Ihnen häufig kurze und verständliche Informationen oder direkt einsetzbaren Arbeitshilfen!

 

Die Zeitschrift und das Online-Portal von „Der Hausmeister: Praxis – Technik – Sicherheit – Recht“ ist daher speziell auf Ihre Bedürfnisse als Praktiker zugeschnitten. Hier finden Sie alles Wissenswerte rund um Ihr Arbeitsgebiet.

 

 

 

 

 

Das Portal bietet Ihnen als Premium-Abonnent praktische Extras zu Ihrer gedruckten Ausgabe von "Der Hausmeister":
  • Sie lesen die neueste Ausgabe online schon vor Erscheinen der Print-Ausgabe.
  • Alle Checklisten stehen für Sie einzeln als pdf-Datei zum Download bereit, sortiert nach Themengebiet. 
  • Alle Ausgaben werden für Sie archiviert - ein einzigartiges Sammelwerk zum schnellen „Nachschlagen“.

 

Noch kein Abonnent?

Dann informieren Sie sich hier über unsere Zeitschrift "Der Hausmeister" inkl. Online-Portal und lassen Sie sich von den vielen Vorteilen überzeugen.

Kündigung wegen Einforderung des Mindestlohns?

Das Arbeitsgericht Berlin hatte in einem Urteil vom 17.04.2015, Aktenzeichen 28 Ca 2405/15 über folgenden Fall zu entscheiden:

Ein Hauswart war bei einer Hausverwaltungsfirma angestellt. Seine Arbeitgeberin beschäftigte nur ihn und ansonsten keine weiteren Arbeitnehmer. Er verdiente knapp über 5.- €/ Stunde, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von vierzehn Stunden. Der Hauswart forderte bei seiner Arbeitgeberin die Zahlung des Mindestlohns ein.

Die Arbeitgeberin überprüfte daraufhin seine Arbeit und behauptete, die Arbeit sei auch in kürzerer Zeit zu schaffen. Sie bot ihm an, den Bruttomonatslohn weiter zu zahlen und der Arbeitnehmer solle weniger Stunden pro Woche arbeiten. Das lehnte der Arbeitnehmer ab und forderte ferner die Zahlung der Differenz zwischen der erhaltenen Bezahlung und dem Mindestlohn. Daraufhin kündigte ihm seine Arbeitgeberin.

Arbeitnehmer, die in solchen Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern beschäftigt sind, genießen an und für sich keinen Kündigungsschutz. Im konkreten Fall entschied das Gericht allerdings, dass die Kündigung gegen das sogenannte Maßregelungsverbot gemäß § 612a BGB verstoße. Demnach sei die Kündigung offensichtlich deswegen erfolgt, weil der Arbeitnehmer seine gesetzlich normierten Rechte einforderte. Eine deswegen erklärte Kündigung sei unwirksam.

Optimaler Brandschutz: Feuerlöscher

Nicht nur in Betrieben und Büros, auch in den Treppenhäusern und Fluren von öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern und Versammlungsstätten sowie größeren Wohnanlagen sind Feuerlöscher installiert. Diese dürfen im Falle eines Entstehungsbrandes von jedem bedient werden, der sich damit auskennt. Im Zuge der Selbsthilfe empfiehlt es sich daher, den eigenen Arbeitgeber auf eine betriebliche Löschübung anzusprechen oder sich in Eigeninitiative von einem qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieb in den sachgemäßen Umgang mit den unterschiedlichen Löschgeräten einweisen zu lassen. Der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e. V. (bvbf) liefert einige wichtige Infos über Installation, Umgang und Wartung. Mehr dazu lesen Sie hier. 

 

Was das Mietrecht zu EM-Deko, Grillen & Co. sagt

Die Fan-Euphorie bei sportlichen Großereignissen wie aktuell der EM ist groß. Doch das Mietrecht setzt der Deko- und Feierfreude leider Grenzen. Worauf Mieter bei ihrer Fanausrüstung und beim Fußballschauen achten müssen, wissen die Experten von kautionsfrei.de.

Innerhalb der Wohnung darf der Fan allein die Deko bestimmen. Die Gestaltung der eigenen vier Wände fällt unter das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit (APR, Art. 2 Abs. 1 GG). Einzig der Partner oder Mitbewohner könnte ein Veto gegen die landestypische Farbgestaltung einlegen, der Vermieter hat keinerlei Mitspracherecht. Auch die Innenseite der Fenster darf nach eigenem Geschmack gestaltet werden, solange man mit der Deko andere Menschen nicht beleidigt.

Anders sieht es hingegen beim „Balkonschmuck“ aus. Änderungen am Äußeren des Hauses bedürfen der Zustimmung des Vermieters. Extra Konstruktionen zur Befestigungen von Fahnen, dürfen nur nach seiner Erlaubnis montiert werden. Dekoration, die über die Balkonbrüstung hinaus ragt, darf der Vermieter sowieso mitreden. Wenn die Deko dann in Abstimmung mit dem Vermieter und ohne die Nachbarn zu stören, muss sichergestellt sein, dass bei Wind und Wetter nichts abstürzt und evtl. Passanten verletzt (AG München, AZ 271 C 23794/2000).

Für viele gehört Grillen zum EM-Vergnügen dazu. Eventuell ist im Mietvertrag aber aus Gründen des Brandschutzes das Brutzeln auf dem Balkon untersagt. Wer sich nicht daran hält, kann sogar gekündigt werden (LG Essen, AZ 10 S 438/01). Wenn im Mietvertrag nichts dergleichen geregelt ist, ist gegen das Grillen auf dem Balkon nichts einzuwenden.

Die Nachtruhe macht zur EM keine Pause, so dass man sich bei Toren nach 22 Uhr mit Freudenschreien zurück halten muss um niemanden zu stören (§ 9 LImSchG). Für Public Viewing Veranstaltungen hat der Bundesrat für die Dauer der EM übrigens eine Verordnung zur Lockerung des Lärmschutzes erlassen.

„Um Auseinandersetzungen mit den Nachbarn oder dem Vermieter zu vermeiden, ist es sinnvoll einen Blick in den Mietvertrag und die Hausordnung zu werfen“, rät Robert Litwak, Geschäftsführer der plusForta GmbH (kautionsfrei.de).

Quelle: www.kautionsfrei.de