Hausmeister-Workshop 2019

Brandverhütung und Verhalten im Brandfall

Text: Larissa Faubel | Foto (Header): © Miriam Gangl

Brandschutzbegehungen haben das Ziel, Brandgefahren zu erkennen und abzustellen. Doch worauf ist bei diesen regelmäßigen Kontrollen zu achten und welche Anforderungen müssen erfüllt werden? Der Hausmeister-Workshop 2019 lieferte Antworten rund um das Thema Brandschutz.

Auszug aus:

DER HAUSMEISTER
Praxis – Technik – Sicherheit – Recht
Ausgabe Mai 2019
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Von Ende Februar bis Mitte März war es auch dieses Jahr wieder soweit: Unser Hausmeister-Workshop ging in die nächste Runde! Rund 110 Teilnehmer waren an den drei Veranstaltungstagen in Pfaffenhofen an der Ilm, Mettmann und Peine vor Ort, um sich fortzubilden und auszutauschen.

Spannende Fachvorträge

Der Vormittag startete jeweils mit einem Fachvortrag zum Thema Brandverhütung. Referent Marc Weichhan von mawe Brandschutz erläuterte den Teilnehmern die Grundlagen der Brandlehre und gab ihnen anhand zahlreicher Bilder praktische Handlungshilfen, wie Brandgefahren (z. B.  durch elektrische Geräte oder brennbare Flüssigkeiten) verhindert werden können.

Nach einer kurzen Kaffeepause folgte dann auch schon der zweite Vortrag zum Thema Verhalten im Brandfall. Hier erfuhren die Teilnehmer, wie sie einen Brand richtig melden und sich und andere Personen im Brandfall in Sicherheit bringen können. Auch die richtige Verwendungsweise von Feuerlöschern bei Entstehungs- und Personenbränden wurde erklärt. Denn die Bedienungsanleitung eines Feuerlöschers erst im Brandfall zu lesen, kostet definitiv zu viel Zeit.

Verkeilte Brandschutztüren & Co.

Brandschutztüren haben neben dem Raumabschluss eine weitere wichtige Funktion zu erfüllen: Sie dienen dem Schutz der Flucht- und Rettungswege vor einer Rauchausbreitung und geben den Menschen somit die notwendige Zeit, um zu fliehen. Brandschutztüren müssen daher ständig geschlossen sein und dürfen nicht verkeilt werden. Im Austausch mit dem Experten wurde jedoch schnell klar: Die betriebliche Praxis sieht leider oft anders aus!

Herr Weichhan betonte daher noch einmal eindringlich, wie wichtig es hier ist,  gegenüber den „Verkeilern“ hartnäckig zu bleiben und diese auf die drohenden Gefahren hinzuweisen. Denn Brandschutzwände und deren Verschlüsse zu manipulieren, kann Leben kosten.

Räumung und Evakuierung

Kurz vor der Mittagspause wurde schließlich noch auf das richtige Verhalten bei einer eventuell notwendigen Räumung eines Gebäudes eingegangen. Dabei wurde den Teilnehmern gezeigt, welche Aufgaben die Räumungs- und Sammelbeauftragten sowie der Betriebliche
Einsatzleiter im Falle einer Räumung haben und wie eine mögliche Evakuierung im Brandfall ablaufen könnte.

Abwechslungsreiche Gruppenarbeit

Nach einem üppigen und leckeren Mittagsbüffet ging es dann auch schon weiter im Programm. Der Nachmittagsteil bestand aus einer Gruppenarbeit, für die die Teilnehmer zunächst in drei Gruppen eingeteilt wurden:

Gruppe 1 durfte bei einem Rundgang durch das jeweilige Tagungshotel zusammen mit dem dort zuständigen Haustechniker
die Brandmeldeeinrichtung inspizieren und beurteilen, ob das am Vormittag in der Theorie Gelernte in der Praxis auch richtig umgesetzt wird.

In Gruppe 2 diskutierten die Teilnehmer in Kleingruppen, welche Probleme in puncto Brandschutz in ihrer täglichen Praxis am häufigsten auftreten und welche Lösungsansätze sie aus den bisherigen Erkenntnissen des Workshop-Tages mitnehmen konnten bzw. wie sie diese in
der Praxis umsetzen können. Hierbei stand der Austausch der Hausmeister untereinander ganz klar im Vordergrund.

Gruppe 3 hörte einen interessanten Vortrag der Firma Husqvarna, dem Exlusiv-Sponsor unseres Workshops, zum Thema Akkugeräte. Dabei wurden verschiedene Geräte aus deren Sortiment vorgestellt, wie z. B. Laubbläser, Freischneider und Rasenmäher. Diese hatte die Firma sogar vor Ort mit dabei, sodass alle Hausmeister die Möglichkeit hatten, das Handling der Geräte direkt zu testen.

Nachdem schließlich alle Gruppen durchgetauscht hatten, trafen sich die Teilnehmer wieder im Veranstaltungsraum, um die Ergebnisse aus den Kleingruppen in der großen Runde vorzutragen und miteinander zu besprechen. Auch hier wurde noch einmal eifrig diskutiert, sodass die Teilnehmer am Ende viele wichtige Anregungen für ihren Arbeitsalltag mitnehmen konnten und – den Beurteilungsbogen zufolge – zufrieden
nach Hause gingen.

Der Hausmeister-Workshop Herbst 2019

Aktuell sind wir bereits mitten in der Planung für zwei weitere Workshop-Termine im Herbst zum Thema Verkehrssicherungspflichten.
Und auch ein Intensiv-Seminar speziell für Hausmeister im Wohnungswesen wird geplant. Gerne führen wir auf Wunsch auch eine Fortbildung als Inhouse-Seminar durch. Inhaltliche Anpassungen sind dabei natürlich jederzeit möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage unter www.hausmeister-zeitschrift.de/inhouse.

Sie haben Fragen oder Anregungen zuunseren Veranstaltungen? Dann melden Sie sich gerne bei uns über redaktion@hausmeister-zeitschrift.de. Ansonsten freuen wir uns, Sie bei einem der nächtsen Termine (wieder) vor Ort zu treffen!

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